Inklusionsassistenz
Aufgabenbereich
- Unterstützung von Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischem Förderschwerpunkt
- Gezielte Förderung von Schülerinnen und Schüler im und außerhalb des Unterrichtes (z.B. Unterstützung bei der Bewältigung unterrichtlicher Aufgabenstellungen, Begleitung von Gruppenarbeiten, GTA, Exkursionen, Sportfeste)
- Unterstützung des Lehrerkollegiums beim sozialen Lernen im Klassenverband
- Zuarbeit bei der Erstellung von Entwicklungs- und Förderplänen
- Unterstützung bei Elterngesprächen
Kontakt
Inklusionsassistenz an der Erich-Viehweg-Oberschule
Janine Amelia Alfane
Altenhainer Str. 34, 09669 Frankenberg/Sa.
+49 179 6958707
j.alfane@gemeinschaftswerk-frankenberg.de
Inklusionsassistenz an der Astrid-Lindgren-Grundschule
Janet Reinke
Max-Kästner-Str. 21, 09669 Frankenberg/Sa.
+49 179 6958689
j.reinke@gemeinschaftswerk-frankenberg.de
Milestones
Wanderausstellung „Weil Vielfalt fetzt“
An der Erich-Viehweg-Oberschule war in der vergangenen Woche die Wanderausstellung „Weil Vielfalt fetzt“ zu Gast. Organisiert wurde sie von der Inklusionsassistentin der Schule und bot den Schülerinnen und Schülern spannende Einblicke in Themen wie Vielfalt, Respekt und Zusammenleben.

Im Mittelpunkt standen Porträts und Geschichten von Menschen mit und ohne Behinderung, die sich für ein inklusives Miteinander in Sachsen einsetzen. Die Ausstellung regte zum Nachdenken und zum Austausch über Teilhabe und Respekt an.
Die Aktion fand im Zusammenhang mit dem Aktionstag „Gemeinsam leben in Mittelsachsen“ in Frankenberg / Sachen statt und unterstützte das Ziel, Vielfalt in der Region sichtbar zu machen und zu stärken.
Weitere Informationen zum Aktionstag:
Beides gelungene Projekte, welche gezeigt haben: Vielfalt bereichert unser Zusammenleben.
07.05.2026
Janine Amelia Alfane
Aktionstag „Gemeinsam leben in Mittelsachsen“ in Frankenberg/Sa.
Als Inklusionsassistentin der Erich-Viehweg-Oberschule hatte ich die Möglichkeit, den Aktionstag „Gemeinsam leben in Mittelsachsen“ in Frankenberg/Sachsen mit unseren Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 7 zu begleiten. Der Tag war für alle Beteiligten eine wertvolle Erfahrung, die weit über den regulären Unterricht hinausging.
Die Jugendlichen haben die verschiedenen Stationen mit großer Offenheit und echtem Interesse angenommen. Besonders positiv fiel auf, wie neugierig sie auf die Themen rund um Inklusion, Vielfalt und das gemeinsame Miteinander eingegangen sind. Viele Schülerinnen und Schüler stellten Fragen, probierten Angebote aktiv aus und kamen miteinander sowie mit den betreuenden Fachkräften ins Gespräch.

Der Aktionstag „Gemeinsam leben in Mittelsachsen“ bot dabei nicht nur spannende Einblicke, sondern auch konkrete Erfahrungen, die den Blick für unterschiedliche Lebensrealitäten geschärft haben. Für viele war es ein Aha-Erlebnis, wie wichtig gegenseitige Rücksichtnahme, Verständnis und Zusammenarbeit im Alltag sind.
Neben dem Lernzuwachs stand auch der Spaß im Vordergrund: Die Schülerinnen und Schüler hatten Freude an den interaktiven Stationen und gingen motiviert durch den Tag. Gleichzeitig zeigte sich deutlich, dass die Inhalte einen nachhaltigen Mehrwert für ihr eigenes Leben und das Zusammenleben in einer vielfältigen Gemeinschaft haben.
Weitere Informationen zum Aktionstag finden sich hier:
Aktionstag „Gemeinsam leben in Mittelsachsen“
Insgesamt war es ein gelungener Tag, der nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Haltung gestärkt hat – ein wichtiger Schritt hin zu mehr Verständnis, Respekt und gelebter Inklusion im Schulalltag und darüber hinaus.
07.05.2026
Janine Amelia Alfane
Internationale Wochen gegen Rassismus an der Erich-Viehweg-Oberschule
Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus setzte die Inklusionsassistentin der Erich-Viehweg-Oberschule ein klares und sichtbares Zeichen gegen Ausgrenzung:
Kein Platz und kein Raum für Rassismus und Diskriminierung.
Über einen Zeitraum von zwei Wochen wurden im Schulgebäude bewusst irritierende und zum Nachdenken anregende Installationen geschaffen. Im Foyer – direkt auf dem Weg zum Sekretariat – wurde eine Sitzgruppe mit Absperrband abgesperrt und mit dem Plakat „Kein Platz für Rassismus und Diskriminierung“ versehen. Ergänzend dazu wurde eine Klassenzimmertür symbolisch „abgesperrt“ und mit der Botschaft „Kein Raum für Rassismus und Diskriminierung“ gekennzeichnet. Diese Tür stand stellvertretend für alle Räume der Schule, während die Sitzgruppe symbolisch die gesamte Schulgemeinschaft repräsentierte. Auf Wunsch einer Lehrkraft wurde in der zweiten Woche eine weitere Tür in die Aktion einbezogen.
Die ungewöhnliche und bewusst provokative Gestaltung blieb nicht unbemerkt: Besonders zu Beginn sorgte die Aktion für großes Interesse unter den Schülerinnen und Schülern. Viele blieben stehen, lasen die Botschaften und tauschten sich darüber aus. Es entstanden lebhafte Gespräche und Diskussionen – sowohl unter den Lernenden als auch mit den Lehrkräften. Zu den typischen Fragen gehörten: „Warum hängt das hier?“, „Warum gerade dieses Zimmer?“ oder auch grundlegende Fragen wie „Was bedeutet eigentlich Rassismus?“ und „Was ist Diskriminierung?“.
Die Reaktionen reichten von neugierigen Nachfragen bis hin zu intensiven Auseinandersetzungen mit dem Thema. Auch im Unterricht wurde die Aktion aufgegriffen: In verschiedenen Klassen und Fächern entstanden Gespräche über gesellschaftliches Zusammenleben, Extremismus und Alltagsdiskriminierung.
Eine beteiligte Lehrkraft beschreibt die Wirkung der Aktion so:
„Ich empfand es als sehr positiv, dass ein räumlich sichtbares und anfassbares Zeichen gesetzt wurde. Dadurch wurde die Auseinandersetzung überhaupt erst angestoßen – sowohl im Unterricht als auch in den Pausen. Schülerinnen und Schüler begannen, sich aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen und Position zu beziehen.“
Neben den vielen positiven Reaktionen zeigte sich auch, dass die Aktion Diskussionen herausforderte und nicht ausschließlich Zustimmung hervorrief. Einzelne kleinere Vandalismusversuche machten deutlich, dass das Thema emotional besetzt ist und gesellschaftliche Spannungen widerspiegelt. Gleichzeitig unterstreicht dies die Relevanz solcher Projekte im Schulalltag.
Im Verlauf der zweiten Woche trat eine gewisse Gewöhnung ein – ein Zeichen dafür, dass die Botschaft Teil des Alltags geworden war. Am Ende der Aktion kann dennoch festgehalten werden: Das Statement wurde wahrgenommen, diskutiert und letztlich von der Schulgemeinschaft angenommen.
Unterrichtsprojekte und Begleitaktionen:
Die Aktion blieb nicht bei Symbolik stehen. Gemeinsam mit der Schulsozialarbeiterin griff die Inklusionsassistentin das Thema in mehreren Klassenstufen auf.
· Klasse 5: Film zum Thema „Schule ohne Rassismus“ und Arbeit mit dem Lerntagebuch gegen Diskriminierung “Anders Machen“, das Schülerinnen und Schüler zur Reflexion über Gleichberechtigung und Menschlichkeit anregt.
· Klasse 8: Einsatz des digitalen Lernspiels „Hidden Codes“ – ein interaktives Spiel, das Jugendlichen ermöglicht, extremistische Manipulationsstrategien und Diskriminierung im Netz zu erkennen und kritisch zu hinterfragen.
· VK-Klasse: Kreative Projektarbeit mit Ich-Plakaten und Herkunftsland-Postern. Hier stand das Kennenlernen, gegenseitiger Respekt und das Gefühl von Zugehörigkeit im Mittelpunkt – ganz unabhängig von Sprache oder Herkunft.
Fazit
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus haben gezeigt, wie wirksam sichtbare Zeichen im Schulalltag sein können. Sie schaffen Aufmerksamkeit, regen zum Nachdenken an und eröffnen wichtige Gesprächsräume. Die Erich-Viehweg-Oberschule setzt damit ein deutliches Zeichen für ein respektvolles, offenes und vielfältiges Miteinander.
31.03.2026
Janine Amelia Alfane