„Open Space“ – Ein offener Raum für Jugendbeteiligung in Frankenberg

Wer am 30.09.2026 an der Wartehalle „Haus der Vereine“ vorbeiging oder am gegenüberliegenden Bahnsteig auf seinen Zug wartete, dürfte von den vielen Stimmen junger Menschen überrascht gewesen sein. Denn an diesem Vormittag ging es genau darum: Junge Menschen sollen gehört werden und ihre Stadt mitgestalten können.

Nach einer kurzen Einführung durch eine Vertreterin der Stadtverwaltung Frankenberg/Sa. startete die Veranstaltung mit einem lockeren Kennenlernen. Insgesamt 43 junge Frankenbergerinnen und Frankenberger aus der Förderschule Max-Kästner, der Erich-Viehweg-Oberschule und dem Martin-Luther-Gymnasium nahmen teil. Stellvertretend für ihre Altersgruppe tauschten sie sich über ihre Perspektiven und Wünsche zu den Themen Schule, Freizeit, Sport, Ausbildung, Stadtgestaltung und Mobilität aus.

Wo können sich junge Menschen in ihrer Freizeit frei und sicher aufhalten? Wie gelingt der Übergang von der Schule in die Ausbildung? Welche Probleme gibt es auf den Schulwegen und bei der Nutzung von Freizeitangeboten in Frankenberg?

In verschiedenen Gesprächs- und Arbeitsgruppen hatten die Schülerinnen und Schüler der 7. bis 10. Klassen die Möglichkeit, ihre Kritik und Ideen einzubringen, andere Sichtweisen kennenzulernen und sich miteinander zu vernetzen. Dabei blieb es nicht bei der Benennung von Problemen: Gemeinsam wurden konkrete Themen vertieft, Lösungsansätze entwickelt und erste Ideen für Veränderungen gesammelt.

Die abschließende Bepunktung der herausgearbeiteten Problembereiche machte deutlich, welche Themen den Jugendlichen besonders wichtig sind. Vier zentrale Themenfelder kristallisierten sich heraus, deren weitere Bearbeitung dazu beitragen kann, die Lebenswelt junger Menschen in Frankenberg zu verbessern.

Besonders wichtig sind den Jugendlichen sichere und barriereärmere Schulwege sowie geräumte Gehwege im Winter. Außerdem wünschen sie sich Orte und Veranstaltungen für ihre Altersgruppe, die sie frei nutzen, mitplanen und aktiv gestalten können. Auch das Thema Medienkompetenz spielte eine wichtige Rolle. Die Jugendlichen möchten sich damit auseinandersetzen, welche Chancen, aber auch welche Risiken die digitale Welt mit sich bringt.

Die Veranstaltung wurde von der Stadt Frankenberg initiiert, in den teilnehmenden Schulen beworben und gemeinsam vom Kreisjugendring Mittelsachsen e. V. (FlexJuMa), dem Gemeinschaftswerk Frankenberg/Sa. e. V. (Team OKJA) und der Freiberger Agenda 21 e. V. (Weltoffenes Sachsen) geplant und durchgeführt.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Mitwirkenden und Unterstützenden, die diese Auftaktveranstaltung zur Jugendbeteiligung in Frankenberg ermöglicht haben.

Doch das war erst der Anfang: Der Themen-Parkplatz ist gut gefüllt – und die jungen Menschen sind motiviert, ihre Ideen weiterzuverfolgen und Veränderungen anzustoßen.

Die nächste Veranstaltung steht bereits fest: Am 02.11.2026 geht das „Open Space“ zur Jugendbeteiligung in die nächste Runde. ALLE jungen Menschen zwischen 13 und 19 Jahren, die in Frankenberg wohnen, zur Schule gehen oder sich unserer Stadt besonders verbunden fühlen, sind herzlich eingeladen. Gemeinsam wollen wir die Themen der Auftaktveranstaltung weiterbearbeiten, diskutieren, planen, Lösungen entwickeln und erste Ideen in die Tat umsetzen. Ideen gefragt, Kritik erlaubt, Mitwirkung ausdrücklich erwünscht!

Dafür öffnet der Kinder- und Jugendclub „Am Bahnhof“ am 02.11.2026 von 15:30 Uhr bis 17:30 Uhr seine Türen.

Kommt vorbei, bringt eure Ideen mit und gestaltet Frankenberg mit!

    

 

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